Dienstag, 23. Oktober 2018

«Tiny Houses» für Studenten? - Grünliberale fordern schweizweit erste «Tiny House»-Siedlung in Basel

«Tiny House» ist der Begriff für eine neue Wohnform, bei der sich die Bewohner auf ein Minimum an Wohnfläche beschränken. Basel-Stadt hat die Chance, sich als Innovator zu positionieren: Als schweizweit erster Kanton, der eine Tiny House Siedlung ermöglicht. Die schwedische Universitätsstadt Lund bekämpft ihren Wohnungsmangel mit 22 Minihäusern für Studenten. Ein Projekt, das in Basel am sich schnell entwickelnden Hochschulstandort Dreispitz denkbar wäre.

«Tiny House» ist der Begriff für eine neue Wohnform, bei der sich die Bewohner auf ein Minimum an Wohnfläche beschränken. Aufgrund der geringen Quadratmeterzahl ist der Ressourcenverbrauch tiefer als bei normalen Wohnungen. Es gibt Modelle, die sich stapeln lassen, um eine begrenzte Fläche optimal ausnützen zu können. Zudem werden temporäre Nutzungen ermöglicht, da Kleinwohnformen ohne Unterkellerung und mit minimaler Erschliessung funktionieren. Bereits heute gibt es Tiny House Modelle, die weitgehend energie-autark sind (Trockentoilette, Photovoltaik und Wasserkreislaufsystem).

 

Die Tiny-House-Bewegung stammt ursprünglich aus den USA, erreichte dann Skandinavien und dieses Jahr die Schweiz. Sowohl private wie auch öffentlich-rechtliche Grundeigentümer wie die SBB zeigen sich offen gegenüber der Idee einer Tiny House Siedlung, beispielsweise als Zwischennutzung leerstehender Areale. Doch die Umsetzung eines solchen Projekts ist aufgrund der ungeklärten rechtlichen Situation schwierig. In unseren Bau- und Zonenordnungen ist der Fall der Minihäuser (noch) nicht vorgesehen.   

 

Basel-Stadt hat die Chance, sich als Innovator zu positionieren: Als schweizweit erster Kanton, der eine Tiny House Siedlung ermöglicht. Diese Pionierrolle passt auch in die Smart City Strategie des Kantons, denn das Potenzial für smarte Einsatzgebiete von Kleinwohnformen ist gross. So bekämpft beispielsweise die schwedische Universitätsstadt Lund ihren Wohnungsmangel mit 22 Minihäusern für Studenten. Ein Projekt, das in Basel am sich schnell entwickelnden Hochschulstandort Dreispitz denkbar wäre. 

 

Die glp Basel-Stadt fordert deshalb in einem Vorstoss, dass der Basler Regierungsrat berichten soll, 

 

1) ein Areal identifiziert werden kann, das sich für ein Pilotprojekt «Tiny House»-Siedlung eignen würde. 

 

2) auf diesem Areal erleichterte Bedingungen für das Aufstellen sowie das Bewohnen von Kleinwohnformen gewährt werden können (u.a. in Form von Sonderbewilligungen)

 

3) bei positivem Verlauf des Pilotprojekts die Erweiterung auf andere Areale geprüft und die dafür nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden können. 

 

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Katja Christ, Grossrätin glp Basel-Stadt & Parteipräsidentin glp Basel-Stadt, M  078 698 53 73‬

Verein Kleinwohnformen (grösste Tiny House Organisation der Schweiz):‬ Kevin Rechsteiner, rechsteiner@ccw-gmbh.ch