Schulische Digitalisierung: Wirkung prüfen, Qualität sichern und weiterentwickeln

Medienmitteilung

Schulische Digitalisierung: Wirkung prüfen, Qualität sichern und weiterentwickeln

Digitale Geräte und Lehrmittel sind heute fester Bestandteil des Schulalltags im Kanton Basel-Stadt. Seit dem Schuljahr 2020/21 erhalten Schülerinnen und Schüler ab der 5. Primarstufe persönliche eduBS-Books. Doch Technologie allein verbessert keinen Unterricht. Entscheidend ist, wie sie eingesetzt wird. Nach über fünf Jahren praktischer Erfahrung soll überprüft werden, wie sich dieser Schritt bewährt hat.

Mit zwei gemeinsamen Vorstössen verlangen Sandra Bothe und Brigitte Gysin eine systematische Evaluation des pädagogischen Einsatzes digitaler Mittel über alle Schulstufen hinweg.

Lernwirksamkeit überprüfen

Im Zentrum steht die Frage, wie sich digitale Instrumente konkret auf Lernleistungen, Konzentrationsfähigkeit und selbstständiges Arbeiten auswirken. Gefordert wird eine systematische Evaluation, die klärt, ob der Einsatz altersgerecht und pädagogisch sinnvoll ausgestaltet ist und ob digitale Mittel das Lernen tatsächlich nachhaltig
unterstützen. Die Ergebnisse sollen transparent ausgewiesen und in die Weiterentwicklung der kantonalen Digitalisierungsstrategie im Schulbereich einfliessen.

«Es geht nicht darum, die Digitalisierung infrage zu stellen», betont Sandra Bothe. «Nach über fünf Jahren Erfahrung ist es einfach angezeigt, ganzheitlich zu prüfen, was gut funktioniert und wo Anpassungsbedarf besteht.»


Stufengerechte Nachtsperrung

Parallel dazu wird ein Anzug eingereicht, der eine technische Nachtsperrung der eduBS-Books fordert. Die Geräte sollen je nach Schulstufe während definierter Nachtstunden nicht nutzbar sein. Entsprechende Regelungen bestehen bereits in einzelnen Gemeinden der Region wie Allschwil und Liestal. Anlass dafür sind Rückmeldungen von Eltern und Lehrpersonen sowie die zunehmende Verantwortung der Familien im Umgang mit einem
zusätzlichen digitalen Gerät.

«Die Zurverfügungstellung der eduBS-Books hinterfragen wir nicht“, so Brigitte Gysin. „Aber klare und verlässliche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit dem Entwicklungs- und Schlafbedürfnis von Kindern und Jugendlichen Rechnung getragen werden kann.»

Mit den beiden Vorstössen wird ein konstruktiver Ansatz verfolgt. Digitale Mittel sollen dort eingesetzt werden, wo sie die Entwicklung und das Lernen der Schülerinnen und Schüler sinnvoll unterstützen. Gleichzeitig braucht es klare Rahmenbedingungen und eine evidenzbasierte Weiterentwicklung der kantonalen Digitalisierungsstrategie im Schulbereich.


Kontakt:
Sandra Bothe 079 406 00 59 s.bothe@sunrise.ch
Brigitte Gysin 077 417 41 02 brigitte.gysin@gmx.ch

https://grosserrat.bs.ch/ratsbetrieb/geschaefte/200114398

https://grosserrat.bs.ch/ratsbetrieb/geschaefte/200114397