Mittwoch, 16. September 2020

Crowdfunding – So soll das «Tür-zu-Tür» E-Bike-Sharing weiterleben.

Dienstag 10 Uhr morgens in Riehen. Wo früher eine Vielzahl von Bikes verteilt in (fast) ganz Riehen zur Verfügung standen, zeigt ein Blick auf die Pick-e-Bike App heute, dass in Riehen noch genau zwei E-Bikes zum Ausleihen bereitstehen. Und diese stehen heute beim Einkaufszentrum Rauracher. «Wo ich früher maximal hundert Meter laufen musste, wären es heute rund rund 1,8 Kilometer zum nächsten E-Bike. Das macht dann keinen Sinn.» erklärt Silvia Merkle-Zäch.

Denn seit der Gemeinderat dem Bike-Sharing Anbieter einen Beitrag an die ungedeckten Betriebskosten von 11'160 Franken pro Jahr nicht zusprechen wollte, sah sich dieser aus Kostengründen gezwungen, den Betrieb des Systems in Riehen auf zwei Stationen zu beschränken. Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Riehen hat damit das «Tür-zu-Tür»-Bike-Sharing Angebot die ursprüngliche Attraktivität komplett verloren.

 

Doch eine engagiert Gruppe der Grünliberalen Riehen wollen sich mit diesem Zustand nicht abfinden. «Es war rasch klar, dass wir als Übergangslösung eine private Finanzierung auf die Beine stellen.» erzählt Grossratskandidat Andreas Sturm. Rasch wurde beschlossen, für die Gemeinde einzuspringen und das Bike-Sharing, in der Form wie es viele Benutzerinnen und Benutzer geschätzt haben, wieder zurück zu bringen. Mit einem Crowdfunding will die Gruppe den Betrag von 11'160 Franken an Stelle der Gemeinde aufbringen, damit das Angebot für ein Jahr wieder auf das bisherige Gebiet ausgedehnt werden kann. Genug Zeit um neue, langfristig tragfähige Lösungen zu finden.

 

Mehr zum Crowdfunding unter: www.bit.ly/E-BikeSharing