Donnerstag, 15. März 2018

glp will mit einem Vorstoss SMARTE Strassenbeleuchtung prüfen

Wollen wir besonders in urbanen Gebieten bei der Parkplatzsuche und Lichtimmissionen entscheidende Schritte vorwärts gehen, brauchen wir innovative SMARTE Lösungen anstelle von Verboten. Neue intelligente Strassenbeleuchtungen mit den vielfältigen Vorteilen von Lichtmanagementsystemen stehen bereits zur Verfügung. Zusätzlich öffnen sich in den Bereichen Konnektivität und SMART City völlig neue Anwendungshorizonte. Die Grünliberalen verlangen in einem Anzug, dass Basel eine (Teil-)umrüstung oder ein Pilotprojekt „SMARTE Beleuchtung“ prüft.

Durch eine Sanierung von veralteten Strassenbeleuchtungen können Städte hohe Einsparungen bei den Betriebskosten erzielen. Eine Umrüstung stellt zudem die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Neben den Vorzügen, die der Umstieg auf die energieeffiziente LED-Technologie bietet, können dabei alle Möglichkeiten im Blick auf aktuelle und künftige Netzwerk- und SMART-City-Anwendungen geprüft werden. Beim Umstieg auf LED lassen sich heute schon mühelos zahlreiche Netzwerk- und SMART-City-Anwendungen umsetzen.

 

Licht nur dort, wo nötig und so viel wie nötig

Lichtmasten und Stelen helfen mit ihren Sensoren bei der Parkplatzsuche, sorgen für einen drahtlosen Internetzugang, verfügen über kleine Bildschirme, die für das Stadtmarketing oder für City-Touren eingesetzt werden, und dienen als „Tankstelle“ für E-Bikes und Elektroautos. Über eingebundene Sensoriken lässt sich beispielsweise „Licht nach Bedarf“ kreieren, die Beleuchtungen sind mit Bewegungssensoren ausgestattet. Die minimale Grundbeleuchtung beträgt zum Beispiel immer 5 Prozent. Gelangen Personen oder Fahrzeuge in den Erfassungsbereich der Strassenleuchte, wird die Leistung hochgefahren und gleichzeitig der Befehl an die nächsten zwei Lampen weiteregegeben. Es kommt zu einer Wellenbewegung. Für genügend Licht ist auf diese Weise also immer gesorgt. Neben dem hohen Sicherheitsgefühl sowie dem geringen Lichtsmog kann der Energieverbrauch bei einem Minimum eingependelt werden. Aussenleuchten lassen sich zudem einfach und komfortabel vernetzen, steuern und überwachen. So könnte Basel die Betriebsausgaben radikal reduzieren. Gegenüber herkömmlichen Beleuchtungsanlagen im Aussenbereich sinken alleine die Energiekosten um bis zu 80 Prozent. Auch der Wartungsaufwand reduziert sich erheblich.

 

Am Bahnhof Wädenswil z.B. betreibt die SBB gemeinsam mit der ELEKTRON, den EKZ und der Stadt Wädenswil den ersten multifunktionalen Lichtmast der Schweiz. Dieser leuchtet nur bei Bedarf und dient unter anderem auch als Stromtankstelle und Public-WiFi-Antenne. Weitere Funktionen wie Verkehrszählung, Parkplatzmanagement oder Notruffunktion können bei Bedarf ergänzt werden. Und das ist nur der Anfang.

 

Die Regierung soll deshalb prüfen, wie die Angebotssituation auf dem Markt für smarte Beleuchtung aussieht, die Kosten-/Nutzen-Situation einschätzen und nach einem Vergleich mit anderen Städten prüfen, ob in Basel eine (Teil-)umrüstung oder ein Pilotprojekt auf „smarte Beleuchtung“ umgesetzt werden könnte.