Montag, 30. Dezember 2019

glp Basel-Stadt fordert Prüfung von Alternativen zu Silvesterfeuerwerk

«Unzeitgemäss», «schädlich», «überflüssig»: Silvesterfeuerwerke erfahren einen zunehmenden Widerstand aus der Bevölkerung, nicht nur aufgrund des wachsenden Umweltbewusstseins. Die Gemeinde St. Moritz hat sich deshalb dazu entschieden, neue Wege zu gehen. Sie feiert den Jahreswechsel schon dieses Jahr mit einer Drohnenshow. Die Grünliberalen fordern, auch in Basel Alternativen zum Feuerwerk zu prüfen.

Die traditionelle Silvesterfeier lockt jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher in die Stadt Basel. Teil der Silvesterfeier sind neben der Feier auf dem Münsterplatz mit Stadtposaunenchor und Glühwein auch das Feuerwerk. Dieses Jahr ist es das 20. Mal, dass das Feuerwerk dank der Unterstützung von Michele Parini, dem Grand Hotel Trois Rois, dem Grand Casino Basel sowie dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt veranstaltet werden kann.

 

Statt weitere Reduktion Alternativen suchen

Für Silvester 2019 wurde das Feuerwerk in der Dauer reduziert, hauptsächlich aus Gründen der Umweltverträglichkeit, wie das Basler Präsidialdepartement argumentierte. Wie eine nicht-repräsentative Umfrage der Basler Zeitung in diesem Zusammenhang bestätigt, vermag das Feuerwerk aus mehreren Gründen einen wachsenden Anteil der Bevölkerung nicht mehr zu überzeugen (Lärm, Feinstaub, «überflüssig»). Die glp Basel-Stadt ist deshalb der Meinung, dass es an der Zeit sei, über Alternativen nachzudenken.

 

Drohnen-, Laser- oder Lichtshow

Von Drohnen- über Laser- bis hin zu Licht- und Tonshows wie auf dem Bundesplatz in Bern sind dank neuer Technologien attraktive Spektakel möglich, die aufgrund ihrer Neuheit neue Besucherinnen und Besucher nach Basel locken könnten. Diese Alternativformen können auch aufgrund geringerer Umweltbelastung überzeugen. Die Gemeinde St. Moritz hat bereits für die diesjährige Jahreswechselfeier das Feuerwerk durch eine Drohnenshow ersetzt.

 

Vorstoss im Januar geplant

Die glp Basel-Stadt wird deshalb voraussichtlich im Januar einen entsprechenden Vorstoss im Basler Grossen Rat einreichen. Dieser fordert die Regierung dazu auf, sich bei den entsprechenden Partnern dafür einzusetzen, für Silvester 2020 mögliche Alternativen zum traditionellen Feuerwerk zu prüfen.

 

Kontakt bei Rückfragen:

Esther Keller, Grossrätin glp BS: 076 443 31 41

Katja Christ, Grossrätin & Nationalrätin glp BS: 078 698 53 73