Freitag, 25. Januar 2019

Aufruf der Parteipräsidentinnen und Parteipräsidenten an die Abstimmenden des Kantons Basel-Stadt:

Tragen Sie Sorge zur Spitzenmedizin und zum Life Sciences Forschungsstandort. Stimmen Sie JA zum Universitätsspital Nordwest.

Das Universitätsspital Basel ist heute mit Abstand das kleinste der fünf Universitätsspitäler in der Schweiz, zudem mit dem kleinsten Einzugsgebiet. Durch die zunehmende Spezialisierung und die immer komplexeren Abklärungen und Behandlungen sind die Anforderungen in der Spitzenmedizin stark gestiegen: Es werden höhere Qualitätsanforderungen, höhere Fallzahlen und eine Konzentration auf hochspezialisierte Teams gefordert. Mit einem Universitätsspital Nordwest können die Fallzahlen von rund 35 000 auf über 60 000 Fälle angehoben werden. Ein wichtiger Schritt, um die stets steigenden quantitativen und qualitativen Anforderungen von Bund, Kantonen und Fachgesellschaften zu erfüllen und die Hochschulmedizin langfristig in der Region zu sichern. Falls dies nicht gelingt, werden immer mehr Patientinnen und Patienten für ihre Abklärungen und Behandlungen nach Bern, Zürich, Lausanne oder Genf reisen müssen.

 

Das Universitätsspital Nordwest ist auch wichtig, um nachhaltig unsere medizinische Fakultät und den klinischen Forschungsstandort Basel zu sichern. Nur das Universitätsspital Nordwest kann den Chefärztinnen und Chefärzten und den Professorinnen und Professoren unserer medizinischen Fakultät ein attraktives Umfeld bieten. Dies sind die Lehrerinnen und Lehrer unserer künftigen Ärztinnen und Ärzte. Die Bündelung der Fallzahlen ermöglicht auch grössere Patientenkollektive. Die Pharma-Unternehmen in unserer Region sind für ihre klinische Forschung auf ein starkes Universitätsspital Nordwest angewiesen. Das Universitätsspital Nordwest richtet sich nicht gegen die Privatspitäler. Diese ergänzen mit ihrer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung das Angebot des Universitätsspitals.

 

Letzteres wird auch in Zukunft für die Patientinnen und Patienten wichtige Kooperationen mit den Privatspitälern eingehen. Das gemeinsame Universitätsspital wird dem gegenseitigen Wettrüsten der beiden öffentlichen Spitäler in Basel-Stadt und Basel-Landschaft ein Ende setzen und Doppelspurigkeiten abbauen. Wie für die Patienten verliert die Kantonsgrenze auch für die beiden Spitäler an Bedeutung. Partnerschaft zwischen Basel-Landschaft und BaselStadt in der Gesundheitsversorgung wird von allen Seiten seit Jahren gefordert. Nun ist die Zeit reif. Gemeinsam erreichen wir in der Region die Grösse, die es benötigt, um den Trend von stationären hin zu ambulanten Behandlungen zu fördern und um patientenfreundliche Abläufe besser aufeinander abzustimmen. Das sichert und schafft weitere wichtige Arbeitsplätze in unserer Region und hilft die Gesundheitskosten in unserer Region zu senken.

 

 

- JA zum Staatsvertrag vom 6. Februar 2018 zwischen den Kantonen Basel-Stadt und BaselLandschaft betreffend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung

 

- JA zum Staatsvertrag vom 6. Februar 2018 zwischen den Kantonen Basel-Stadt und BaselLandschaft über die Universitätsspital Nordwest AG

 

 

 

Basel, den 25. Januar 2019

Medienmitteilung der Basler Parteien: glp, BDP, LDP, Grüne Partei, EVP, CVP, FDP, SVP

 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Katja Christ, Grossrätin glp Basel-Stadt & Parteipräsidentin glp Basel-Stadt, M  078 698 53 73‬